Von der Bulimie zum Veganismus - Neue Sucht? 

 

In einem Veganer Forum habe ich über meinen Weg von der Essstörung zum Veganismus erzählt und bin dabei auf seltsame Kritik gestoßen, die mich zum Nachdenken gebracht hat.

"[...]Vegan ist doch eine sehr restriktive ernährungsweise, und sie bietet dir eine perfekte entschuldigung, Dinge nicht essen zu müssen. Das ist für jemanden der grade eine esstörung überstanden hat, nicht so sinnvoll. Ausserdem ist Veganismus eine Art der Nahrung, die man sehr zwanghaft betreiben kann, auch kein Indikator für ein spontanes, gesundes Essverhalten.[...]"

Ich müsste erneut lügen, wenn ich sage, dass der Veganismus mir nicht wirklich teilweise die Entscheidung abnehmen würde Dinge zu essen oder es eben zu lassen.

Es ist natürlich leichter für mich. Wenn ich jetzt durch den Supermarkt gehe, muss ich nicht überlegen, ob ich es heute mit meinem Gewissen vereinbaren kann diese leckere Tafel Schokolade zu essen.
Denn Schokolade enthält Milch & wieso ich keine Milch essen will habe ich ja bereits in meinem ersten Beitrag erklärt.
Somit kommt wiederrum auch gar nicht das schlechte Gewissen nach dem Schoki-Genuss auf und die vielleicht entstehenden blöden Gedanken ans letzte Jahr.

Ich glaube, dass der Kommentar (s.o.) zu einem gewissen Maß der Wahrheit entsprechen kann.

Allerdings war es bei mir ja nicht so, dass ich mit dem Veganismus begonnen habe um die Essstörung zu besiegen. Den Kampf hatte ich ja bereits vorher gewonnen.
Das Ganze macht es mir nun halt nur irgendwie noch etwas leichter und angenehmer.

Aber solange ich meinem Körper damit Gutes tue, finde ichdiesen "Zwang" nicht verwerflich.
Solange es mir gut damit geht, denke ich bin ich genau auf dem richtigen Weg.

 Und ich kann wirklich mit gutem Gewissen sagen, dass es mir sehr lange nicht zu gut ging, wie die letzten 26 Tage, an denen ich begonnen habe mich vegan zu ernähren. : )

 

 

26.9.13 08:55

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sophie (26.9.13 12:11)
Also ich kann dich nur bestärken!
Bei mir geht es eigentlich immer um das Thema Gewicht, Figur und was darf ich wann essen und was nicht. Sich und (zum Glück) ging es bei mir nicht so weit wie bei dir aber sicher in die Richtung.
Deswegen finde ich es nicht schlimm dass du dir, sicher auch aus den Gründen der Gewichtsab- und Zunahme für die vegane Ernährungsweise entschieden hast. Weil es dir einfach Gedanken und Hürden, die du ohne mit Sicherheit gehabt hättest, abnimmt. Ich schiebe auch den gesundheitlichen Aspekt vor, der mir wirklich auch unheimlich wichtig ist, bin aber über den Nebeneffekt nicht böse und habe es tatsächlich auch im Hinterkopf. Aber Hey, besser so als das, was du letztes Jahr durchgemacht hast, oder? Ich verfolge dich bei instagram und finde das super was du machst! Ich habe dank dir auch überlegt, die Ernährung und den Sport öffentlich zu posten, einfach auch um mich zu kontrollieren und vorzubeugen, das alles nicht aufzugeben.
Ich kann dir nur zusprechen, ich finde das klasse was du machst und auch wie du es machst!


Ara / Website (27.9.13 12:55)
naja naja naja ja schokolade ist sehr selten vegan... aber es gibt auch genug veganes was übelst kalorien hat... chips, erdnüsse, studentenfutter, trockenobst.... und es gibt tatsächlich auch dicke veganer... aber das ist schon eher die außnahme
aber ja vieles was viel kcal hat ist nicht vegan und mann kann sich wirklich vor einigem drücken
ich finde es aber gut dass du vegan leben willst

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